Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg

Das Programm

Das Veranstaltungsprogramm des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg erscheint halbjährlich auch in gedruckter Form. Die aktuelle Broschüre können Sie hier  herunterladen.

Samstag 08.11.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Der Burgstall Wildstein

Geführte Wanderung mit Harald Schaller, Rückersdorf
Treffpunkt: Wanderparkplatz Wildstein, Schlossberg, 92552 Teunz

Diese "abgegangene" Burg aus dem 14. Jahrhundert ist in ihren Resten als Bodendenkmal erkennbar. Die Wanderung führt abseits fester Wege zum Burgstall Wildstein. Trittsicherheit und festes Schuhwerk sind deshalb unbedingt erforderlich.

Anmeldung erforderlich unter www.vhs-schwandorf-land.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der VHS Schwandorf Land.
Sonntag 09.11.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Archäologische Stätten im Regental

Geführte Wanderung mit Harald Schaller, Rückersdorf
Treffpunkt: Haiderhöf, Parkplatz an der Kreisstraße 1

Auf der Route liegen unter anderem ein mittelalterlicher Burgstall bei der Ruine Stockenfels sowie ein vorgeschichtlicher Bestattungsplatz. Die Teilnehmer erfahren viel über den Verlauf der archäologischen Grabungen des Jahres 2019. Die Wanderung dauert ca. 2,5 bis 3 Stunden, Trittsicherheit und festes Schuhwerk sind unbedingt erforderlich.

Anmeldung unter www.vhs-schwandorf-land.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit der VHS Schwandorf Land.
Bilder von der Grabung auf den Köbelhängen, Regental, im Sommer 2019 (Foto: Harald Schaller)
Hauptverein Regensburg

Trautes Heim, Glück allein?

Kulturphänomen Einfamilienhaus
Interdisziplinäre Tagung mit mehreren Referenten
Ort: Neusath, Freilandmuseum Oberpfalz, Neusath 200

Einfamilienhäuser erfuhren ab der Mitte des 20. Jahrhunderts eine starke Verbreitung. In der Gegenwart stehen sie jedoch als ressourcenverschwendende Bauten in der Kritik der Fachwelt. Der Beliebtheit dieses Gebäudetyps tut dies offenbar keinen Abbruch, denn viele Familien träumen nach wie vor vom eigenen Haus. Die Genese der Einfamilienhäuser, aktuelle Diskurse über sowie problemorientierte Lösungsansätze zum Umgang mit diesem Gebäudetyp sind die zentralen Inhalte der Tagung.

Anmeldung erbeten unter: freilandmuseum@bezirk-oberpfalz.de

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis „Heimat, Deine Bauten“, dem Freilandmuseum Oberpfalz u.a.
Fertighaus, das das am Ort des ins Freilandmuseum translozierten denkmalgeschützten Hüthauses aus Thonlohe entstanden ist. (Foto: Freilandmuseum Oberpfalz)
Dienstag 24.02.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Schwandorf

Der Charlottenhof

Vom adeligen Jagdhaus zum Technologiezentrum
Vortrag von Martin Irl, Schwarzenfeld
Ort: Schwandorf, Stadtmuseum, Rathausstr. 1

Der leidenschaftliche Jäger Freiherr Wilhelm von Künsberg (1838–1909) errichtete 1873 das nach seiner Gemahlin benannte Jagd- bzw. Landhaus Charlottenhof (heute ein Stadtteil von Schwandorf). 1892 erwarb es Alfred Hofmann, Leutnant in Ludwigsburg, und baute es zum heutigen Aussehen um. Ab 1917 saß dort Josef Hesselberger, Landwirt und Afrikaforscher, der später gezwungen wurde, seinen Gutshof an die NSDAP zu verkaufen. Die Handwerkskammer verwandelte den Charlottenhof mit seinen besonderen Gebäuden schließlich zu einem landesweit geachteten Technologie- und Innovationszentrum.

Anmeldung unter: www.vhs-schwandorf.de

Teilnehmergebühr: 5 Euro. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Schwandorf und der VHS Schwandorf.
Der Charlottenhof um 1915, Familienalbum des Rittmeisters Alfred Hofmann (Foto: Holnstein-Archiv/Martin Irl)
Donnerstag 26.02.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

„Ein Priester, ein Mesner und ein Wirtshaus“

Die Siedlungsgeschichte des Eichlbergs bei Hemau
Vortrag von StD i.R. Dieter Schwaiger, Kelheim
Ort: Hemau, Zehentstadel, Propsteigaßl 4

„Ungefähr eineinhalb Stunden von Hemau ist auf einem hohen Berge, der Eichelberg genannt, eine schöne Dreifaltigkeitskirche mit einem Priester, Mesner und einem Wirtshaus.“ So beschreibt ein „Reiseführer“ aus dem Jahr 1790 die barocke Wallfahrtsstätte Eichlberg bei Hemau. Sie entstand gegen Ende des 17. Jh. auf einer der höchsten Erhebungen des Tangrintels im Oberpfälzer Jura. Im 19. Jh. entwickelte sich die Wallfahrtsstätte zu einem kleinen Dorf mit knapp 80 Bewohnern. Die Besiedlung des Eichlbergs ist aufs engste mit der Entstehung und Entwicklung der Wallfahrt verbunden.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Kulturstadel Hemau e.V.
Wallfahrtskirche Eichlberg (Foto: Stadtarchiv Hemau)
Freitag 13.03.
19:00 Uhr
Regionalgruppe Oberpfälzer Jura

Die Herren von Löweneck

Dienstmannen der frühen Wittelsbacher vor den Toren Regensburgs
Vortrag von Prof. Dr. Alois Schmid, Traitsching
Ort: Schönhofen, Sportheim, Am Sportplatz 8

Als die Wittelsbacher im Jahre 1180 die Herrschaft im Herzogtum Bayern übernahmen, fußte ihr Landesregiment zunächst auf wenig stabilen Grundlagen und war lange gefährdet. Das entscheidende Hilfsmittel zur Sicherung war die durchsetzungsfähige Ministerialität aus dem Niederadel. Eines der dazu herangezogenen Geschlechter waren die Herren von Löweneck im unteren Naabtal vor den Toren der besonders umkämpften Reichsstadt Regensburg zwischen etwa 1270 und 1320. Gerade an diesem Beispiel wird der machtbewusste Einsatz des Herrschaftsinstruments in Deutlichkeit sichtbar.

Eintritt frei. Ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Verein für Kultur und Brauchtum Nittendorf e.V.
Schenkungsurkunde Hugos von Löweneck, 1277 (Foto: Spitalarchiv Regensburg, Urkunde 88)
Mittwoch 25.03.
19:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Archäologischer Jahresrückblick für Stadt und Landkreis Regensburg

Vortragsabend der Stadtarchäologie Regensburg und des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege
Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal

Die Bandbreite der archäologischen Ausgrabungen hängt davon ab, wo gebaut werden soll und was dort jeweils erhalten ist. Auch der Ausschnitt einer Fundstelle, der gegraben und dokumentiert werden muss, wird durch das Bauvorhaben bestimmt. Überraschungen sind dabei garantiert. Aber es bleibt dem baubedingten Zufall überlassen, ob mal die eine und mal die andere Epoche der Vorgeschichte den Jahresrückblick dominiert. In diesem Vortrag werden Neuentdeckungen römischer und mittelalterlicher Datierung den Schwerpunkt bilden.

Eintritt frei
Römische Denare aus Sarching (Foto: Philipp Ciossek, ArcTron)
Samstag 28.03.
14:00 Uhr
Hauptverein Regensburg

Burglengenfeld – „das gewaltige Landgericht am Nordgau”

hören & sehen mit Reinhard Hanausch
Exkursion mit Führung durch Gerhard Schneeberger, Burglengenfeld
Treffpunkt: Burglengenfeld, Marktplatz

Bereits 817 war mit dem Almenhof eine Siedlung in Burglengenfeld urkundlich erwähnt  worden. Burg und Urhöfe zeugen vom Beginn der Stadt im 11. und 12. Jahrhundert. 1542 erhielt Burglengenfeld dann Stadtrechte und Wappen. Ab 1777 war die Stadt im Besitz des bayerischen Herzogs. Vor 40 Jahren ging Burglengenfeld nochmal in die Geschichte ein: Am 26./27.07.1986 kamen über 100.000 Menschen zum Anti-WAA-Festival, um gegen den Bau der geplanten Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf zu protestieren.

Anmeldung und weitere Informationen unter: reinhard.hanausch@web.de

Teilnehmergebühr: 8 Euro
Blick auf die Burg Burglengenfeld (Foto: Klaus Leidorf)
Samstag 28.03.
14:00 Uhr
Regionalgruppe Cham

Vom Pestfriedhof bis zur Kirchenburg

Auf den Spuren der Kötztinger Stadtgeschichte
Führung von Clemens Pongratz, Bad Kötzting
Treffpunkt: Bad Kötzting, Alter Friedhof, Torstraße

Die unterschiedlichen Baustiele der Gebäude sowie die vielfältigen Straßennamen können etliches über die Vergangenheit unserer Städte erzählen. Daher werden wir uns gemeinsam mit dem Stadtarchivar von Bad Kötzting bei einer Führung den historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt Kötzting widmen. Diese startet im früheren Pestfriedhof und führt über mehrere Stationen auch tief hinein in einen Felsenkeller bis hinunter zum historischen Kräftedreieck mit Luckners Gasthof und Bierbrauerei, dem Priorat des Klosters Rott und dem Pflegerschloss.

Teilnahme kostenlos.
Historische Luftaufnahme der Kirchenburg in Bad Kötzting (Foto: Stadtarchiv Bad Kötzting)